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Humanistische Lebenskunde |
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Humanistische Lebenskunde an der Picasso - GrundschuleMein Name ist Silke Schulze und ich möchte Ihnen das Fach „Humanistische Lebenskunde“ vorstellen. An unserer Schule wird das freiwillige Unterrichtsfach Humanistische Lebenskunde gleichberechtigt neben dem Religionsunterricht angeboten. Was passiert im Unterricht? Ob einer etwas Besonderes erlebt hat, ob er glücklich, traurig oder ärgerlich ist oder sich Gedanken gemacht hat und etwas dazu fragen möchte – in der Lebenskundestunde kann alles gesagt werden! Gemeinsam wird dann besprochen, ob andere ähnliches erlebt oder gedacht haben. Es kommen unterschiedliche Meinungen zusammen, wie man z.B. mit Angst, Wut oder Traurigkeit umgehen kann, was zu einer echten Freundschaft gehört oder warum es ein unangenehmes Gefühl ist, wenn man nicht die Wahrheit sagt... Lebenskunde orientiert sich an den Erfahrungen, Gefühlen und der Gedankenwelt der Schülerinnen und Schüler. Unser Ziel ist, Lebensorientierungen, die auf weltlich-humanistischen Traditionen beruhen, zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen dabei Verantwortung, Selbstbestimmung, Solidarität und Toleranz. Die Lust der Schülerinnen und Schüler, die Umwelt und sich selbst zu erleben und zu erkennen sowie ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens prägen den Unterricht. Dabei knüpft Lebenskunde an das in anderen Fächern erworbene Wissen an. Die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, über sich und die Welt nachzudenken und Standpunkte aus nichtreligiöser, humanistischer Sicht zu entwickeln. Dabei lernen sie auch Gedanken anderer Religionen und Weltanschauungen kennen, denen sie im Alltag begegnen oder die weltweit bedeutsam sind. Meistens geht es darum, wie wir uns im Leben richtig verhalten können. Nur, wer sagt einem, was richtig und falsch ist? Vorbilder sind die Eltern und Lehrer. Dennoch muss jeder lernen, selbst die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und sich dabei nach den Gesetzen, Regeln oder Vorschriften unserer Gesellschaft zu richten. Eine zentrale Frage ist, wie wir mit anderen Menschen und ihrer Individualität friedlich zusammen leben können. Dazu gehört zunächst kennen zu lernen, wie verschiedene Menschen überhaupt sind: Es gibt lange und kurze Nasen, große und kleine Ohren, braune und weiße Haut. Manche sprechen deutsch, andere vielleicht türkisch oder russisch. Manche tragen Schleier und Kopftücher, andere Miniröcke und Bikinis. Manche freuen sich auf das Zuckerfest, andere auf Weihnachten oder das Neujahrsfest und alle sicher auf den Geburtstag. In Lebenskunde lernen wir, uns Gedanken zu machen, was wir in unserem Leben für richtig halten, wie wir selbst glücklich sein können und gleichzeitig andere Lebensweisen zu akzeptieren. Aber jeder Mensch hat schließlich das gleiche Recht, im Leben sein Glück zu finden. Und jeder ist traurig, wenn andere um ihn nicht mögen, nur weil er vielleicht ein bisschen anders ist. Lebenskunde ist aber nicht nur miteinander reden. Wir hören Geschichten und Lieder, malen und basteln. Wir üben auch, unsere fünf Sinne zu erkennen und bewusst zu gebrauchen, um die Welt in ihrer ganzen Vielfalt wahrzunehmen. So ist es immer wieder spannend, sich mit dem Schönen und auch mit den Problemen in unserem Leben zu beschäftigen. Jeder bekommt Hilfen bei der Entwicklung einer eigenen Weltanschauung und lernt, sich selbständig und verantwortlich anderen Menschen und seiner Umwelt gegenüber zu verhalten. Für den Lehrer ist der Unterricht eine wunderbare Gelegenheit, von der offenen Herangehensweise der Kinder an Sinnfragen die Individualität des einzelnen Menschen neu zu betrachten zu können. Fundamente des Lebenskundeunterrichts sind wissenschaftliche Erkenntnisse über die Natur und die Gesellschaft. Inhaltliche Grundlage gibt ein Rahmenplan, der in drei große Lernfelder gegliedert ist:
*Das Individuum im sozialen Umfeld, *Verantwortung für Natur und Gesellschaft, *Weltdeutungen und Menschenbilder), Themen in der Grundschule sind u.a.: - „Dich find ich gut“ - Freunde Finden und verschieden sein - „Ich kann nicht alles können“ - Stärken und Schwächen - „Wohin mit meiner Wut?“ - Umgang mit Gefühlen - „Bei euch geht es ganz anders zu“ - Alltag in Familien - „Frische Luft aus der Konserve“ - Natur und Umweltschutz - „Dem Leben selber einen Sinn geben“ - Weltlicher Humanismus - „Wie sieht das Jahr 2020 aus?“ - Zukunftsängste und Zukunftshoffnungen - „Götter, Gurus, Heilige“ - Nachdenken über Religionen der Welt - „Der Tod gehört zum Leben“ - Umgang mit Trauer und Verlust - „Die Würde des Menschen ist unantastbar" - Kinderrechte – Menschenrechte - „Können Blumen glücklich sein?“ - Gemeinsam philosophieren Wer kann teilnehmen? Der Lebenskundeunterricht ist für alle Schülerinnen und Schüler offen. Die Teilnahme setzt eine entsprechende schriftliche Erklärung der Erziehungsberechtigten voraus. Wer ist für den Lebenskundeunterricht verantwortlich? Für die Durchführung und Gestaltung des Faches Humanistische Lebenskunde ist der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin e.V., verantwortlich. Dieser qualifiziert die Lehrkräfte, erteilt die Unterrichtsbeauftragung und übt die Fach- und Dienstaufsicht aus. Rechtliche Grundlage ist § 13 des Berliner Schulgesetzes. Wenn Sie mehr über Lebenskunde erfahren möchten: Tel.: 030 – 613 904 60 Fax.:030 – 613 904 52 Wenn sie mehr über den Humanistischen Verband Deutschlands erfahren wollen: Tel: 030 – 613 904 10 Fax.:030 – 613 904 50 Wenn Sie uns eine Mail senden wollen:
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